Preisstrategien für MBA – welche gibt es und wie setze ich sie um?

von Nina am 27.09.2019

Preisstrategien für MBA

Soll ich den Standardpreis von Amazon nutzen, lieber zum Anfang weniger verlangen oder der Verkaufspreis direkt höher ansetzen? Welche Preisstrategie es für MBA gibt, wie unsere Community beim Pricing vorgeht und was du sonst noch über Preisstrategien für MBA wissen solltest, das schauen wir uns in diesem Beitrag mal im Detail an.

Wenn du dich fragst, wie viel du mit MBA verdienen kannst, dann sind vor allem ansprechende Designs und gut optimierte Listings wichtige Faktoren für deinen generellen Erfolg auf der Plattform. Aber auch die Verkaufspreise und deine gewählte Pricing-Strategie haben großen Einfluss auf die Verkaufszahlen und Royalties.

Strategien rund um das Pricing werden oft diskutiert und sind für alle Branchen relevant, nicht nur für das T-Shirt-Business. Grundsätzlich gilt aber zuerst einmal: Je höher deine Preise sind, desto höher sind auch deine Gewinne – aber umso geringer sind vermutlich auch deine Verkaufszahlen. So ist zumindest die allgemeine Wahrnehmung. Aber wie immer gibt es zu solchen Aussagen auch Gegenargumente. Höhere Preise können ebenso eine bessere Qualität suggerieren und dich so von der Konkurrenz abheben.

Hier eine allgemein gültige, richtige Aussage zu treffen ist nicht nur schwer, sondern auch fast unmöglich. Zu viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Was für dich am besten passt und welche Strategie du wählst, kann immer auch von deiner gewählten Nische, deinen Designs und der Konkurrenz abhängen.

Damit du überhaupt eine Entscheidung treffen kannst, schauen wir uns nachfolgend erstmal die gängigsten Preisstrategien für MBA an.

Welche Preisstrategien für MBA gibt es?

Am Anfang der Strategie steht erstmal der Preis, den du deinem neuen Shirt beim Upload auf die Plattform gibst. Hier gibt es drei Möglichkeiten:

  • Du lässt den Amazon-Standardpreis stehen
  • Du wählst einen niedrigeren Preis
  • Du wählst einen höheren Preis

Welchen Preis sollte man aber nun für ein neues Produkt wählen? Um herauszufinden, wie die meisten MBA-Seller hierbei vorgehen, haben wir vor Kurzem eine Umfrage in der Merchreport-Gruppe auf Facebook gestartet. Wir wollten von der Community wissen, welchen Preis sie für neue Produkte in der Regel wählen – das hier sind die Ergebnisse:

  1. „Ich setze den Preis niedriger an“
  2. „Ich setze den Preis höher an“
  3. „Ich lasse den Amazon Standardpreis“

Die deutliche Mehrheit unserer Gruppenmitglieder nutzt einen günstigen Einstandspreis. Zwischen einem höheren- und dem Amazon-Standardpreis war das Voting relativ knapp, insgesamt haben sich aber mehr User für den höheren Preis ausgesprochen.

Alle drei Ansätze haben aber auch ihre Vor- und Nachteile. Bevor du dich für einen entscheidest, solltest du wissen, was du mit deiner Pricing-Strategie insgesamt erreichen willst – schnelles Ranking, möglichst hohe Einnahmen oder einen Mix aus beidem.

Drei Preisstrategien für MBA zeige ich dir nun anhand konkreter Beispiele.

Strategie 1 – das schnelle Ranking

Ein schneller erster Sale führt dazu, dass du auch möglichst schnell einen Bestseller-Rang bekommst und dadurch deine Sichtbarkeit auf Amazon steigerst. Eine gängige Strategie für schnelles Ranking ist daher, den Preis des Shirts (bzw. der anderen Produkten) zu beginn besonders niedrig anzusetzen und ihn dann nach einigen erfolgreichen Verkäufen in kleinen Schritten zu erhöhen um nicht zu stark im Ranking zu fallen.

Beispiel: Lege dir einen Zielpreis fest, zu dem du dein Produkt am Ende verkaufen willst – beispielsweise 19,99 für ein T-Shirt. Setze den Shirtpreis zu Beginn dann zuerst auf 13,30 € (hier liegen die Royalties genau bei null), damit du möglichst schnell den erste Verkauf machst, und erhöhe anschließend mit jedem Sale den Preis um einen Betrag zwischen 50 Cent und 1 Euro. Dies machst du so lange, bis du an dem Preis angekommen bist, den du dir zuvor als Ziel festgelegt hast.

Diese Strategie eignet sich vor allem in Nischen mit viel Konkurrenz. Wenn dein Design denen deiner Wettbewerber stark ähnelt, kann ein günstiger Preis für viele Kunden das entscheidende Kriterium zum Kauf sein.

Strategie 2 – der bestmögliche Gewinn

Diese Strategie zielt darauf ab, von Beginn an gute Gewinne mit jedem Sale einzufahren. Das schnelle Ranking steht hier eher im Hintergrund. Hierfür kannst du dich am Standardpreis von Amazon orientieren oder auch direkt höher einsteigen und anschließend nur bei Bedarf anpassen.

Beispiel: Stelle dein T-Shirt zum (aktuellen) Amazon-Standardpreis von 18,49 Euro online oder einem höheren Preis, der zu deinem Produkt und der Zielgruppe passt. Ändere den Preis nur bei Bedarf – senke ihn beispielsweise, wenn du nach 1-2 Wochen noch keine Sales verbuchen kannst oder erhöhe ihn nach einiger Zeit, wenn du konstant gute Verkaufszahlen hast.

Diese Strategie eignet sich vor allem in Nischen mit wenig Konkurrenz oder für Seller, die sich eine „echte“ Marke über MBA aufbauen und wenig mit dem Preis spielen wollen. Wenn sich dein Design deutlich von denen deiner Wettbewerber abhebt und du vielleicht sogar eine zahlungsfreudige Zielgruppe ansprichst, kann ein höherer Preis für die Kunden gleichbedeutend mit besserer Qualität sein und dadurch deine Einnahmen steigern.

Strategie 3 – der Mittelweg

Wenn du vom ersten Sale an ein paar Euro verdienen willst, aber dennoch Wert darauf legst, dass du deine Produkte relativ zügig ins Ranking bringst, ist der Mittelweg eine gute Option für dich. Bei dieser Strategie setzt du deinen Preis etwas günstiger als den Standard-Preis an und erhöhst ihn nach jedem Sale. Dies machst du so lange, wie es funktioniert und deine Verkaufszahlen steigen oder zumindest konstant bleiben. Hierbei musst du immer deine Verkaufszahlen beobachten und entscheiden, ob du den Preis weiter erhöhst oder wieder senkst.

Beispiel: Du setzt den Preis zu Beginn auf 16,99 Euro, erhöhst nach dem ersten Verkauf auf 17,99 Euro und nach dem nächsten Sale wieder um einen Euro, sodass du erstmal langsam über den Standardpreis hinauskommst. Verkauft sich das Shirt nun weiterhin kontinuierlich und pendelt sich in einen guten BSR-Bereich ein, erhöhst du weiter langsam dem Preis. Dieses schrittweise Erhöhen machst du dann solange, bis du den Preis gefunden hast, an dem Angebot und Nachfrage optimal ausgeglichen sind. Wenn deine Verkaufszahlen leicht einbrechen, senkst du den Preis wieder etwas, bis dein BSR besser wird.

Diese Strategie eignet sich in kleinen und mittelgroßen Nischen. Sie macht vor allem Sinn, wenn sich deine Designs von denen der Konkurrenz in deiner Nische unterscheiden.

Fazit – immer auch an der Konkurrenz orientieren

Wie du gesehen hast, gibt es beim Pricing keine allgemein gültige Strategie, die zu allen Sellern und Zielgruppen passt. Entscheide dich, was für dich am wichtigsten ist – schnelles Ranking, hohe Einnahmen oder ein ausgewogener Mittelweg – und prüfe auch, ob deine bestehenden Preise zur gewählten Nische passen.

Bei der Entscheidung nach dem richtigen Preis lohnt sich auch ein Blick auf die Wettbewerber in deiner gewählten Nische. So kriegst du einerseits einen guten Überblick darüber, welche Preise (noch) funktionieren und kannst somit deinen eigenen Verkaufspreis daran ausrichten. Wenn du günstiger anbieten willst, kannst du dich noch nah an der Konkurrenz orientieren, wirst somit nicht zu günstig und hast am Ende mehr Royalties. Ähnliches gibt natürlich auch dann, wenn du einen höheren Preis zu Beginn wählst.

Welchen Preis wählst du für deine Produkte und mit Welchen Preisstrategien für MBA hast du die besten Erfahrungen gemacht? Lass uns einen Kommentar da!

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